Bertha und Karel Bobath haben sich mit Kindern und Erwachsenen mit neurologischen Diagnosen beschäftigt. Sie entdeckten Zusammenhänge zwischen differenzierten Ausgangsstellungen (posturale Sets) des Körpers zur Schwerkraft und der Muskelspannung (Tonus). Ebenso entdeckten sie bestimmte Zonen am menschlichen Körper (Schlüsselpunkte), über die ein Bobath-Therapeut mit dem Gehirn des Patienten "telefonieren" kann. Ein Bobath-Therapeut lernt die Behandlungsumgebung reizarm oder motivierend zu gestalten, seine Stimme und den ganzen Körper verbal oder nur die Hände nonverbal mit posturalen Sets an den Schlüsselpunkten des Patienten anzusetzen.

Somit wird bei jedem neurologischen Patienten (Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, Hirnblutungen, Hirntumor, etc.) mit dem Gehirn "telefoniert" und die Lernfähigkeit (Plastizität) des Gehirns genutzt.

Egal wie alt der Patient oder die neurologische Schädigung ist, die Bobath-Therapie schlägt schnell an und hält nach der Behandlung noch Stunden bis Tage vor.
Wie eine "Tablette" ohne Nebenwirkungen wird die Spastik reduziert und die Hypotonie (Muskelschlaffheit) zum Normotonus gesteigert.

"Die Funktion formt das Organ" / "Bewegung ist Leben"

Wichtig für die normale Bewegung im Alltag sind eine intakte Wahrnehmung und eine Umwelt mit Anforderungscharakter zur Motivation! Der Therapeut gibt so viel Hilfe wie nötig und so wenig wie möglich.